ÖPNV-Ausschreibungen gewinnen: Qualität sichtbar machen

Wie sollen wir im Alltag eine überzeugende Ausschreibung schreiben, die mehr kann als nur beim Preis mitzuhalten?

ÖPNV-Ausschreibungen gewinnen- Kundenbesprechung

Denn genau hier entscheidet sich, wer in Zukunft Linienbündel gewinnt. Öffentliche Auftraggeber schauen längst nicht mehr nur auf die Zahl unten in der Kalkulation. Qualität, Service und Transparenz fließen in vielen Regionen mit spürbarem Gewicht in die Bewertung ein, teilweise mit rund dreißig Prozent Anteil. Wer hier belastbare Nachweise liefern kann, verschafft sich Spielraum im Preis und gewinnt Vertrauen.  

Warum Qualität heute über Ausschreibungen entscheidet 

Viele Busunternehmen spüren eine deutliche Verschiebung. Es gibt mehr Vorgaben, mehr Nachweise und eine stärkere Kontrolle des laufenden Betriebs. Pünktlichkeit, Anschluss Sicherung, Fahrgastinformation, Ticketing Standards, automatische Fahrgastzählung und neue Verfahren wie etiCore oder Motics kommen oben drauf. 

Gleichzeitig bleibt der Alltag derselbe 

  • Krankmeldungen kurz vor Dienstbeginn 
  • Umleitungen auf der Landstraße 
  • spontane Fahrgastspitzen und Sonderverkehre 

Das Ergebnis ist oft ein Spagat 
Du sollst noch genauer planen, dokumentieren und berichten, hast aber keine Ressourcen für ein Projekt mit vielen Monaten Vorlauf und endlosen Sitzungen. Dieses Spannungsfeld führt schnell dazu, dass man Ausschreibungen eher als Belastung erlebt und Chancen liegen lässt. 

Die gute Nachricht 
Qualität lässt sich Schritt für Schritt organisieren und belegen. Wenn Planung, Disposition, Fahrgastinformation, Ticketing und Auswertung zusammen spielen, entstehen automatisch die Daten, die du für Ausschreibungen brauchst. Genau hier setzt ein modularer IT-Ansatz an. 

Typische Fehler in Ausschreibungen und wie du sie vermeidest 

In vielen Vergabeverfahren scheitern Angebote nicht an der Leistung des Unternehmens, sondern an vermeidbaren Fehlern. Aus deinen Unterlagen lassen sich einige typische Muster ableiten

Formale Anforderungen werden übersehen
Eine fehlende Unterschrift, ein nicht beigefügtes Dokument oder eine verpasste Frist kann zum unmittelbaren Ausschluss führen. 
Lösung: 
Eine einfache Checkliste, klare Zuständigkeiten und das Vier Augen Prinzip bei der Schlussprüfung.

Versprechen ohne Messwerte

Sätze wie „wir bieten höchste Qualität“ wirken ohne Zahlen austauschbar. 
Lösung :
Laufende Kennzahlen und konkrete Beispiele aus dem Betrieb. Etwa dokumentierte Pünktlichkeit, belegte Anschluss Sicherung oder Auswertungen der Fahrgastinformation.

Bewertungsmaßstäbe werden falsch gelesen
Mal wird zu stark auf den Preis fokussiert, mal auf das Konzept, obwohl die Gewichtung anders aussieht. 
Lösung:
Die Bewertungsmatrix der Ausschreibung genau analysieren und Angebotsteile entsprechend gewichten. Qualität und Preis werden gleichermaßen ausgearbeitet und sauber begründet.

Zu spät beginnen
Sozusagen der Klassiker. Wer erst mit der Konzeptarbeit startet, wenn die Unterlagen veröffentlicht sind, kämpft oft gegen die Uhr. 
Lösung: 
Standardunterlagen, Kennzahlen und Referenzen kontinuierlich pflegen, unabhängig von konkreten Verfahren. Dann kannst du bei neuen Ausschreibungen mit deutlich weniger Stress reagieren.

Ausschreibungen besser meistern

Und wenn du wissen möchtest, wie das konkret in deinem Betrieb aussehen kann, vereinbare ein Strategiegespräch mit Linus Gebhardt und wir schauen gemeinsam auf die nächsten Schritte. 

Was sich im Betrieb spürbar verbessert 

TeleMatrik ist entstanden, weil viele mittelständische Busunternehmen genau vor diesem Problem standen 
Sie sollen immer komplexere Anforderungen erfüllen, möchten aber Lösungen, die im Alltag funktionieren und die Menschen in der Leitstelle entlasten. 

  • Der Ansatz ist modular 
    PlanMatrik sorgt für eine Planung, die Baustellen, Anschlüsse und Takt logisch zusammenführt. 
  • DispoMatrik verteilt Dienste digital und hält den Überblick, auch bei kurzfristigen Änderungen. 
  • ChatMatrik verbindet Disposition und Fahrpersonal, von Dienstantritt über Schadensmeldung bis zur Rückmeldung bei Störungen. 
  • InfoMatrik macht Haltestellen zu Servicepunkten, mit Echtzeit, Anschluss und Alternativen auf einen Blick, bis hin zu Abfahrtsmonitoring per QR Code. 
  • Integration von E Ticketing Standards wie VDV KA, etiCore, Motics, PKM sowie EC Zahlung und automatischer Fahrgastzählung wird früh mitgedacht, damit Technik und Ausschreibungen zusammenpassen. 

Wichtig ist dabei 
Du musst nicht mit einem Großprojekt starten. Viele Unternehmen beginnen mit einem klaren Teilbereich, etwa der digitalen Dienstplanung oder der Fahrgastinformation, und bauen dann schrittweise aus. So spürst du früh eine Entlastung im Alltag und sammelst gleichzeitig die Nachweise, die du in der nächsten Ausschreibung nutzen kannst. 

Der Effekt 
Dein Betrieb läuft ruhiger, Kennzahlen wie Pünktlichkeit, Anschluss Sicherung oder Ausfälle entstehen automatisch mit. Genau diese Auswertungen kannst du später in Ausschreibungen nutzen, um Qualität nicht nur zu versprechen, sondern schwarz auf weiß zu belegen.